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Familienaufstellungen können
als zeitgemässe Rituale verstanden werden, die an die systemische
Verbundenheit innerhalb der Familie erinnern und uns unsere Verantwortung
zeigen, dementsprechend zu handeln.
Jeder Mensch ist in seine Herkunftsfamilie hineingeboren, dadurch hat
er eine Bindung zu allen anderen Mitgliedern durch die primäre Liebe.
Eine unbewußte Instanz, die als Familiengewissen bezeichnet wird,
wacht über die Bedingungen des Systems, denen wir ausgesetzt und
in deren Dienst wir genommen sind:
die Bindung, der Ausgleich zwischen Geben und Nehmen und die Ordnung.
Auch in der Gegenwartsfamilie wirken diese Bedingungen.
Aus Liebe und im Dienste des Systems versuchen wir nun oft, einen Ausgleich
für Krankheit oder Schicksal eines Familienmitglieds zu schaffen
oder für die Achtung aller zum System Gehörenden zu sorgen.
Und dies tun wir auch zum Preis des eigenen Glücks, der Gesundheit,
der Beziehung, des beruflichen Erfolges, oder gar des eigenen Lebens.
Insbesondere die Folgen der Kriege, die wir oder die Eltern/Grosseltern
als Kinder erleben mussten wirken sich systemisch aus:
Prof. Radebold aus Kassel hat diese Zusammenhänge (auch die
Auswirkungen abwesender Väter!) aus psychoanalytischer Sicht bestätigt.
Zum besseren
wissenschaftlichen Verständnis der Aufstellungsarbeit hat Prof.
Joachim Bauer aus Freiburg ein schönes Modell aus der Hirnforschung gefunden: die Spiegelneurone.
Im journal
18 und 19 auf dieser website können Sie weitere wissenschaftliche
Informationen zum Thema Hirnforschung und Gegenübertragung
nachlesen.
Durch Familienaufstellungen können wir Zusammenhänge unserer
Verstrickungen erkennen, die Schicksale unserer Vorfahren würdigen
und wieder im Kontakt mit der Lebenskraft sein, die durch unsere Ahnen
zu uns kommt.
Lösungen entstehen im Kontakt mit den
Bewegungen der Seele*
und sind zu spüren als ein "Im-Einklang-Sein" mit dem, was uns alle hält.
"Der Herzschlag dieser Arbeit ist, Menschen unterscheiden zu helfen zwischen dem, was die Seele braucht, und dem, was der blinde Druck der sozialen Konventionen, der blinden
Loyalitäten und der religiösen Vorurteile von uns verlangen." (Hunter Beaumont).
Lösungen sind vorläufig und sind innere Bilder der Seele. Sie sollen Zeit und Raum haben, sich in der Seele des Aufstellenden weiter zu entfalten, so zu wirken, wie es für diesen
Menschen und dieses System jetzt gerade stimmig ist.
Themen u.a.:
Herkunftsfamilie
Gegenwartsfamilie
Paaraufstellungen
Patchwork-Familien-Aufstellungen
Multikulturelle Beziehungen
Symptomaufstellungen
Organisationsaufstellungen
und
Supervision für Aufsteller
Zum Vorgehen: Die Gruppenmitglieder stellen sich als Stellvertreter der Familienmitglieder des jeweils Aufstellenden zur Verfügung. Diejenigen, die ihr System aufstellen werden, finden Lösungen für ihr System - gleichzeitig aber bewirkt jede Aufstellung auch für alle Teilnehmer Erkenntnisse und Lösungswege. Das Lernen dieser systemischen Sichtweise ist das Hauptanliegen des Seminars - und dies kann jeder als "Werkzeug" zur Lösung eigener Themen mitnehmen.
"Anerkennen was ist, finden was wirkt, und in der Seele an die Liebe rühren"
Seminartermine:
Zur Zeit biete ich keine Wochenendseminare an.
Für Einzelaufstellungen oder Supervision
bitte ich um Kontaktaufnahme: mail
Bei Interesse an Samstags-Seminaren empfehle ich: familienaufstellungen
Die Aufstellungsmethode
aus der Sicht der Hirnforschung
zur Verfügung gestellt von:
Prof. Dr. Joachim Bauer, Uniklinik Freiburg, Professur für Psychoneuroimmunologie:
Die durch die Aufstellung hergestellte Szene aktiviert Nervenzell-Netzwerke,
in denen frühere Szenen abgespeichert sind.Die Wiederherstellung
der Szene durch eine Aufstellung aktiviert nicht nur die Erinnerung an
eine äußere Situation, wie sie damals war. Wiederhergestellte
Szenen haben vor alllem auch eine massive Wirkung auf die Reaktivierung
von Gefühlen.
Wenn Klienten eine szenische Neuordnung herstellen und eine neue szenische
Möglichkeit intuitiv als überzeugend erkennen, dann ist der
Punkt erreicht, an dem ein starker Veränderungseffekt auch für
den Alltag zu erwarten ist...
Die Fähigkeit, eine Szene als „Mitspieler“ (er meint
Stellvertreter Anm. v. mir) richtig zu erfassen und fast authentisch auszufüllen
beruht vermutlich auf dem System der sogenannten Spiegelneurone, die den
Menschen befähigen, beobachtete Situationen so zu fühlen, wie
wenn es eine selbsterlebte Situation wäre. Spiegelneurone sind sozusagen
„Empathieneurone“.
Sein Buch: „Das Gedächtnis des Körpers“, Eichborn-Verlag,
beschreibt u.a. die Wirkung von Psychotherapie aus der Sicht der Hirnforscher.
* von Gila Rogers
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