| Phänomenologie Phänomenologisch zu schauen heisst: - Weniger mit vorgefassten Konzepten hinschauen, sondern offen für das gerade Notwendige bleiben - also lieber die Ideologie opfern, als die Erfahrungen dem eigenen Konzept anzupassen. - möglichst nah am unmittelbar Spürbaren zu bleiben - Beschreibungen zu wählen, die das Spüren unterstützen,und die durch Erfahrung und Erleben überprüfbar sind und - so weit es geht - nicht zu bewerten und zu beurteilen. - es hilft auch, auf die Wirkung zu schauen - denn so manch` gute Absicht hat eine ganz und gar ungünstige Wirkung. - Und die Bedeutung eines Konflikts, eines Problems offen zu halten, also auf die zu frühe Deutung verzichten - mit Steve de Shazer`s Worten: "Wenn Dir eine Deutung einfällt, nimm` eine Aspirin und warte bis der Anfall vorbei ist." - dies hält den Erfahrungsraum offen und erhöht das Gewahrsein. - daraus kann eine bewußtere neue, aber günstigere Be-Deutung der Themen entstehen, denn Bedeutung wird sowieso von uns konstruiert - Hunter Beaumont hat mal gesagt: Der Herzschlag dieser Arbeit ist es, Menschen unterscheiden zu lehren. Zu unterscheiden, was die Seele braucht, von dem, was unsere sozialen Konditionierungen, religiösen Vorurteile und Ideologien von uns fordern.
|